Die Sammlerbörse MUSICA MECHANICA ist abgesagt!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir müssen Sie leider darüber informieren, dass die MUSICA MECHANICA vom 27. bis 28.03.2021 aufgrund einer aktuellen Anordnung des Rheingau-Taunus-Kreises für alle Veranstaltungen mit Bezug auf die Corona Covid-19-Pandemie nicht stattfinden kann.

Wir hoffen Sie auf der MUSICA MECHANICA im Herbst 2021 vom 06.11. bis 07.11.2021 wieder begrüßen zu dürfen.

Bleiben Sie gesund

Ihr Musica Mechanica Team


Info:

Lucas Wendel, Tel. +49 (0) 1515 4691803

Mail: boerse@smmk.de

 


50 Jahre Musikkabinett
1969-2019

"Ihre Ohren werden Augen machen"

Willkommen in Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett

Erstes deutsches Museum für mechanische Musikinstrumente

 

* 14.12.1939 + 23.04.2021

 

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Großmutter und Museumsgründerin.

Es ist nahezu unmöglich all dem gerecht zu werden, was Gretel Wendel ausmachte.
Wer sie kennen lernen durfte, würde sie sicher als selbstbewusste, starke, sehr geradlinige und energiegeladene Dame beschreiben.

Nach außen hin war sie eine überaus organisierte und fleißige Frau, die ihren Ehemann in der Museumsgründung  außerordentlich beistand. Denn wie man so schön sagt, : „Hinter jedem erfolgreichen Mann, steht eine starke Frau.“
Sie war eine Wegbereiterin, förderte ihn während der Gründung und in der Weiterführung, bei der Umsetzung seines Traumes eines eigenen Museums, in allen Belangen. Sie stand ihm stets treu zur Seite und tat alles nur Menschen mögliche um ihn in seinem Bestreben zu unterstützen.

Ohne ihren unermüdlichen Willen, diesen gemeinsamen Lebenstraum zu ermöglichen, wäre Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett niemals zu dem geworden, was es heute ist.

Das Interesse für Antikes kam jedoch nicht nur von Siegfried allein, sondern war stets ein Teil ihrer eigenen Welt. Zu Beginn des Museums sorgte sie, mit ihrem eigenen Antiquitäten Geschäft für die notwendigen Mittel für das Projekt und gab ihrem Ehemann die Möglichkeit sich voll und ganz auf das neue Unternehmen zu konzentrieren.
Kein Weg war je zu weit für einen neuen Schatz, keine Arbeit zu viel, um diesen in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Nicht selten rief sie Ehemann und Söhne herbei um „Mal eben“, Möbelstücke innerhalb der Räumlichkeiten an einen anderen Platz versetzen zu lassen, um diese ins bestmögliche Licht zu rücken. Wobei es gerne damit endete, dass alles am Tag darauf erneut verrückt werden musste, da es doch noch nicht genau passte. Ihre Liebe zu Antiquitäten behielt sie bis zum Schluss bei und begutachtete jeden Tag die Schätze aus dem ganzen Land bei „Bares für Rares“.
Gerne schaute ich mit ihr gemeinsam und wir fachsimpelten gemeinsam über die Qualität und den Wert der Stücke. Ich lernte einiges und war jedes Mal erstaunt über das enorme Wissen und die Selbstsicherheit meiner Großmutter.

Für mich als Enkelin, war und ist sie das absolute Vorbild einer modernen Frau.

Stark, unabhängig, erfolgreich, treu, mit einem unendlich großen Herz und einem außerordentlichen Sinn für die Familie. Familie  und das Wohlergehen der Selben, stand für sie stets an erster Stelle.
Während ihrer ersten Schwangerschaft, war es für sie selbstverständlich ihren Gatten bei seiner Ausbildung zum Sozialarbeiter zu unterstützen. Sie arbeitet stets hart für das gemeinsame, bessere Leben. Sie war ihm eine Freundin, Gefährtin, Unterstützerin und große Liebe.
Sie zog erfolgreich drei Kinder groß und kümmerte sich gerne um ihre Enkel.
Bei Oma war immer etwas los, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann wurde das auch in die Tat umgesetzt. Sie war eine Macherin, geht nicht, gibt es nicht.

Und jeder war ihr willkommen. Wenn es Schwierigkeiten gab, war sie stets zur Stelle. Familie und Freunde konnten sich jeder Zeit auf sie verlassen. Kinder und Jugendliche konnten sich in ihrer Umgebung sicher sein, akzeptiert und geachtet zu werden. Sie begegnete einem stets auf Augenhöhe. Man hatte schon als Kind seine Freiheiten und lernte damit einhergehend ,die Bedeutung von Verantwortung für sich, Andere und die eigenen Taten. Sie war schonungslos ehrlich, aber nie verletzend. Sie sagte was sie dachte, stand einem aber auch jeder Zeit zur Seite.

Im Hause Wendel war immer einiges los und genau so gefiel es ihr auch. Sie war eine hervorragende Gastgeberin und Köchin.
Sie kümmerte sich um das leibliche Wohl aller Mitarbeiter des Unternehmens und förderte das gesellige Zusammen sein und den Zusammenhalt.
Feiern wurden durch ihre Liebe zum Detail und ihre Kochkünste legendär. Sie war fähig für ganze Fußballmannschaften an Personen zu kochen, es wie das Festmahl, das es war zu präsentieren und dabei auszusehen, als wäre all das ein Klacks.
Meine Liebe zu geselligem Zusammensein bei leckerem Essen und dem hohen Stellenwert den dies im Zusammenleben bietet, durfte ich durch sie erlernen.

Trotz der harten Arbeit hörte man niemals auch nur ein Wort der Beschwerde aus ihrem Mund. Egal wie viel zu tun war, sie sagte niemals nein.
Sie prägte mit ihrer Sicht auf das Leben und ihrem Handeln ganze Generationen.
Ich bin der festen Überzeugung es gibt absolut nichts, was diese außergewöhnliche Frau nicht hätte erreichen können.
Sie war ihrer Zeit weit voraus.
Eine erfolgreiche Unternehmerin, umsorgende Mutter, abenteuerliche Großmutter und liebende Ehefrau.

Wir werden sie unendlich vermissen und stets in guter Erinnerung behalten.

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