Hupfeld-Violina-Phonoliszt, Baujahr 1909, Rönisch Piano Nr. 46895


Hupfeld-Violina-Phonoliszt, Baujahr 1909, Rönisch Piano Nr. 46895

Hupfeld-Violina-Phonoliszt, Baujahr 1909, Rönisch Piano Nr. 46895

Zu den eindruckvollsten mechanischen Musikinstrumenten gehört zweifelsohne Hupfelds Phonoliszt-Violina. Nur im ersten Jahr der Produktion war die offizielle Bezeichnung für Hupfelds Geigen-Piano "Violina Phonoliszt". Ab 1910 war derendgültige Name "Phonoliszt-Violina". Dass auch Violinen mit großer Meisterschaft mechanisch gespielt werden können, versetzt jeden, der es zum erstenmal erlebt, in grenzenloses Erstaunen. Weil das früher nicht anders war, konnte Hupfeld die Violina zwei Jahrzehnte lang sehr erfolgreich in der ganzen Welt verkaufen. Der kreisförmige Geigenbogen ist mit Roßhaar bespannt. Die Geige wird je nach Bedarf durch ein fein reguliertes, pneumatisches System schwächer oder stärker gegen den rotierenden Geigenbogen gedrückt. Kleine, gummistoffbezogene Bälgen betätigen Finger, die auf der Geigensaite die entsprechenden Töne abgreifen. Die Faszination ist komplett, wenn man erlebt, wie alle von einem Geigenvirtuosen beherrschten Techniken von dieser Maschine nachvollzogen werden. Von enthusiastischen Bewunderern wurde die Phonoliszt-Violina als das 8. Weltwunder bezeichnet. Wieviel Violina-Instrumente in der Zeit zwischen 1909 und 1930, dem Ende der Ära mechanischer Musikinstrumente, gebaut wurden, ist nicht bekannt. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit 3000 - 3500 Instrumente weltweit waren. Davon sind nur ca. 60 Phonoliszt- Violinas erhalten geblieben.


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